Rückblick

Harald Eckert

Im Jahr 2007 erfuhr die Welt, und damit auch wir, dass es in Israel damals noch 240.000 Holocaust-Überlebende gab, von denen ca. ein Drittel an oder unter der Armutsgrenze lebten.

Seitdem wir im Jahr 2008 als Christen an der Seite Israels e.V. (CSI) unser Engagement für verarmte und vereinsamte Holocaust-Überlebende in Israel begonnen haben, hat sich eine Menge getan:

  • Von den ca. 80 000 Holocaust-Überlebenden in Armut und Einsamkeit, auf die wir im Jahr 2007 aufmerksam wurden, hat unser Hauptpartner, die Helping Hand Coalition (www.hhcoalition.com) ca. 30 000 Menschen konkret helfen können – etwa ein Drittel davon wurde von uns finanziert.
  • Etwa 2.500 Holocaust-Überlebende erhielten mehrmals im Jahr Zuwendungen, insbesondere in Verbindung mit den hohen jüdischen Feiertagen – zumeist in Form von Essensgutescheinen die sie nach ihren eigenen Vorstellungen einlösen konnten, um die Feiertage gemäß ihren eigenen Vorstellungen besonders festlich zu gestalten.
  • Etwa 800 der materiell bedürftigsten Holocaust-Überlebenden konnte regelmäßig, meist monatlich, per finanzieller Zuwendung und/oder Speisungen, Lebensmittelpakete in Verbindung mit Hausbesuchen geholfen werden.
  • Während dieser Jahre entstanden mehrere Dutzend sogenannter „Schalom-Häuser“. Wir durften bei der Errichtung und Aufrechterhaltung dieser Treffen mithelfen.
  • Wir konnten über die Jahre Tausenden von Holocaust-Überlebenden helfen, wenigstens einmal im Jahr zu einer besonderen Festveranstaltung zu kommen. Wir bezahlten entweder die Busfahrt oder eine Mahlzeit oder beides. Für viele der verarmten Holocaust-Überlebenden sind diese Veranstaltungen ein, wenn nicht der Jahreshöhepunkt.


Leider gibt es auch eine andere Seite:

  • Von den ca. 80.000 verarmten Holocaust-Überlebenden des Jahres 2007 leben heute nur noch ca. 45.000.
  • Von den ca. 5000 der Allerbedürftigsten sind in der gleichen Zeit ca. 800 verstorben.


Die Jahre 2014 und 2015 sind gekennzeichnet durch eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit auf Grund der vielen Gelegenheiten des Gedenkens, 70 Jahre nach der letzten Eskalationsstufe des Holocaust.

In diesem Sinne verstehen wir dieses Zeitfenster 2014/15 als eine letzte Chance, im großen Stil auf die Not der 45.000 verarmten Holocaust-Überlebenden in Israel aufmerksam machen zu können, um eine große Welle der Anteilnahme und der Unterstützung ihnen gegenüber auszulösen. Gerade in Deutschland.

Im Mittelpunkt unserer verstärkten Anstrengungen steht für das laufende Jahr unsere Projekt-Patenschaft für die Ärmsten der Armen (etwa 4000) unter den Holocaust-Überlebenden, von denen wir regelmäßig ein Achtel erreichen.

Ein inniges Dankeschön an alle, die durch ihre Gebete, ihre finanziellen Opfer und durch manches persönliche Engagement diese Entwicklung ermöglicht haben!

Ihr Harald Eckert
1. Vorsitzender von Christen an der Seite Israels e.V.

 

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